Winter - Wie überstehen die Kräuter ihn am besten?

Rosmarin mit Frostschäden vom Winter 2008/2009 Die meisten Kräuter aus dem Mittelmeerraum überstehen die milden Winter in Nord- und Nordwestdeutschland relativ gut. Allerdings vertragen sie die Winter in den Mittelgebirgsregionen teilweise nicht, auch längere Kaltlufteinbrüche polarer oder kontinentaler Luftmassen mit tiefen Temperaturen stellen eine Gefahr dar. Es empfiehlt sich daher generell, die empfindlichen Kräuter, wie Thymian, Rosmarin und Salbei, gut abzudecken. Zum Abdecken eignen sich besonders Tannenzweige, Stroh oder Büschel größerer trockener Gräser. Tannenzweige sollten möglichst nicht nadeln, da die Nadeln Säuren freisetzen, wenn sie verrotten. In höheren Lagen oder besonders kalten Standorten kann es auch notwendig sein, sie auszugraben und an einem hellen, aber kühlen Ort zu überwintern. Viele Frostschäden gehen nicht direkt auf den Frost zurück, sondern die Pflanzen verdursten. Bei Frost kann kein Wasser aus dem Boden nachgeliefert werden, durch den Wind werden die Blätter aber ausgetrocknet.

Anders als die meisten anderen Kräuter muß Schnittlauch zumindest einmal richtig durchfrieren, um neu austreiben zu können. Damit auch im Winter frischer Schnittlauch geerntet werden kann, muß ein Teil des Schnittlauchs vor dem ersten Frost ausgegraben werden. Auf das Beet gelegt, kann er durchfrieren. Wird er dann in die Wohnung geholt, treibt er an einem hellen, aber nicht zu warmen Ort schnell aus. Steht er zu warm, vergeilen die Triebe und verlieren so an Aroma.

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