Basilikum

Botanisch: Ocimum basilicum (Lippenblütler)

Basilikum in der üblichen Form (Topf)Allgemeines Allgemeines: Bereits vor 4000 Jahren wurde Basilikum in Indien als Gewürz verwendet, die Inder waren der Überzeugung, dass Basilikum mit Göttlichkeit getränkt sei. Über Persien gelangte Basilikum ins Mittelmeergebiet, wo die Römer es als Arznei-, Gewürz- und Zierpflanze nutzten. In Mitteleuropa kennt man Basilikum erst seit rund 800 Jahren, obwohl es bereits auf Edikt von Karl dem Großen nördlich der Alpen in den Pfalzen angebaut worden sein soll. Im Mittelalter hatte Basilikum eine pikante Bedeutung, denn ein überreichtes Sträußchen Basilikum war die Aufforderung zum Liebesspiel. Heute gibt es rund 60 verschiedene Sorten, sie unterscheiden sich im Aussehen (zum Beispiel kleine Blätter, große Blätter, rote Blätter), in der Wuchshöhe und in den Inhaltsstoffen (zum Beispiel Zitronenbasilikum). Basilikum gehört zu den Lippenblütlern, die auf der Pflanzenoberfläche winzige Drüsen besitzen, die ätherisches Öl nach außen in eine Art Wachsbehälter abgeben. Daraus verdunstet besonders bei direkter Sonnenbestrahlung das ätherische Öl, wodurch die Pflanzen betäubend duften. Bei Berührungen wird diese Wachshülle zerstört, wodurch das ätherische Öl freigesetzt wird.

Das Asiatische Basilikum (O. sanctum), auch Thaibasilikum genannt, welches nach Nelken riecht, wirkt antibiotisch. Es wird nicht gekocht, sondern nur roh z.B. zu Salaten verwendet.

Heilkunde Basilikum übt eine beruhigende Wirkung auf das Nervensystem aus, es hat auch eine wohl tuende Wirkung bei Magenbeschwerden, Blähungen und Appetitlosigkeit. Basilikumtee wirkt bei Erkältungen Schweiß treibend und Schleim lösend. Früher galt Basilikum als Mittel gegen Schwermut, also Depressionen.

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