Botanisch: Artemisia vulgaris (Köpfchenblütler)

Der Beifuß ist eine einheimische Pflanze, der die Menschen begleitet, seit sie hier in Mitteleuropa Ackerbau und Viehwirtschaft betreiben. Noch heute bevorzugt er Schutt- und Müllplätze, Maisäcker, Bahnsteige und alle „verwilderten“ Stellen, ist aber auch im Auwald, wahrscheinlich sein ursprünglicher Standort, zu finden. Beifuß ist eine alte Gewürz- und Heilpflanze, die im Mittelalter sehr viel verwendet wurde, da sie ja auch fast überall frei verfügbar war. Heute ist der Beifuß aber weitestgehend in Vergessenheit geraten.
Besonders bei fetten Speisen ist Beifuß besonders geeignet, denn er wirkt appetitanregend und fördert die Produktion von Verdauungssäften. Beifußtee wirkt sich positiv auf Verdauungsbeschwerden, Kopfschmerzen und Nervenkrankheiten aus.
Beifuß wird meist bei Gänsebraten verwendet, eignet sich aber für fast alle fetten Speisen.
Mit fast allen Standorten kommt Beifuß zurecht, wächst aber am besten auf lockeren, steinigen Böden. Ein Wurzelstock kann ausgegraben und einfach in den Garten gepflanzt werden. Am besten in einen Naturgarten, d.h. ein Stück Garten, das nicht stark gepflegt wird. Zahlreiche Tiere danken den Naturgarten mit ihrem Erscheinen im Garten.
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