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Kümmel
Botanisch: Carum carvi (Apiaceae)
Küche: Traditionell wird Kümmel zu Sauerkraut, ins Brot, in Käse und zum Schnaps gegeben, ferner zu fettem Fleisch, Gänse- und Entenbraten, Kaninchen, Lamm, Käse (Kochkäse, Harzer), Apfelkuchen, Quark, Wurst, Weißkohl, Roten Rüben, Kartoffeln (speziell Pellkartoffeln), Suppen, Soßen und Früchten. Seiner sinnenfreudigen Figur Sir John Falstaff (Heinrich IV., Heinrich V., Die lustigen Weiber von Windsor) lässt Shakespeare einen typischen elisabethanischen Nachtisch servieren: einen Bratapfel mit Kümmel. Die Blätter des Kümmels können zu Gemüse, Suppen oder an Salate gegeben werden. Die Wurzelrübe eignet sich als Gemüse. Das Öl wird in Likören (Allasch, Aquavit, Gilka) sowie bei der Parfüm- und Kosmetikherstellung verwendet.
Anbau: Kümmel ist nicht besonders anspruchsvoll, er gedeiht auf allen leicht kalkhaltigen, nährstoffreichen Böden. Ab April wird Kümmel direkt im Freiland gesät, am besten gedeiht er an einer sonnigen, windgeschützten Stelle im Garten. Im ersten Jahr bildet sich eine Blattrosette, aus der dann im zweiten Jahr der Blütenstand hervorkommt. Andere Doldenblütler bilden bereits im ersten Jahr einen Blütenstand aus (z.B. Koriander). Der Kümmel hat positive Eigenschaften auf Gurken und Frühkartoffeln, verträgt sich aber überhaupt nicht mit Fenchel.