Sie befinden sich hier > Kräuter > Lorbeer; Küche; Anbau
Lorbeer
Botanisch: Laurus nobilis (Lauraceae)
Küche: Lorbeer ist ein natürliches Konservierungsmittel. Ein Lorbeerblatt, das zu Mehl oder Reis gelegt wird, soll einen Rüsselkäferbefall verhindern. Er wird nicht nur zum Einlegen von Gurken, für Marinaden, Essig und Sülzen verwendet, er eignet sich auch für Fischgerichte, Wild, säuerliche Speisen, Suppen und Soßen, auch beim Pökeln von Fleisch, in Eintöpfen und an der Kartoffelsuppe. Er ist auch Bestandteil des Bouquet garni. Am aromatischsten sind frische Lorbeerblätter, die wie die getrockneten immer mit gekocht werden sollten, da sie ihr Aroma nur langsam freigeben.
Anbau: Da Lorbeer eine Pflanzenart aus dem Mittelmeerraum ist, übersteht sie mitteleuropäische Winter meist nicht im Freien. Er wird als Kübelpflanze gehalten, die zur Zeit der ersten Nachtfröste an einen 4-6°C warmen, hellen Ort gestellt wird. In milderen Lagen kann er auch mit Schutz im Freien an einer geschützten Stelle überwintern. Lorbeer lässt sich über Stecklinge oder Absenker vermehren. Staunässe mag Lorbeer nicht, muss allerdings als Kübelpflanze feucht gehalten werden. Eine gelegentliche Düngegabe trägt zum Wohlbefinden des Lorbeers bei, eine humose Erde mit Sand und Lehm bildet das ideale Pflanzsubstrat. Wenn der Kübel gut durchwurzelt ist, muss der Lorbeer umgesetzt werden. Frische Lorbeerblätter haben ein bitteres Aroma, das durch Trocknen verloren geht, beschädigte Blätter erleiden einen deutlichen Aromaverlust.