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Rosmarin
Botanisch: Rosmarinus officinale (Lamiaceae)
Allgemeines: Rosmarin wächst wild an den Küsten des Mittelmeeres. Den Ägyptern, Griechen, Römern und Juden war der Rosmarin heilig, die Griechen weihten den Rosmarin der Aphrodite. Jungfrauen waren mit Rosmarin bekränzt. Die Römer brachten den frostempfindlichen Rosmarin nach Mitteleuropa. Die Ansichten der Griechen wirken noch bis heute nach, denn Rosmarin galt in Mitteleuropa als Grün der hoffenden Liebenden und als Liebesbeweis. Junge Paare steckten einen Rosmarinzweig in die Erde, wuchs er an, verhieß dies Glück für die Ehe, auch für Kinder. Allgemein galt Rosmarin als Sinnbild für Treue und Verlässlichkeit, er sollte das Gedächtnis stärken und war daher das Symbol der Treue für Liebende. Er sollte auch Geister abwehren, zur Luftreinigung wurde Rosmarin in Krankenzimmern verbrannt und in Pestzeiten galt ein um den Hals getragenes Säckchen mit Rosmarin als Mittel gegen eine Ansteckung.
Jacobus Theodorus Tabernaemontanus über den Rosmarin: "... gehöret in die Küchen / Keller und Apothecen / darum daß alle Speiß und Tranck mit Roßmarin zubereitet / lieblich und wol schmecken / auch zu vielen Gebresten dienlich ist."