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Senf

Botanisch: Sinapis alba / Brassica nigra (Brassicaceae)

 

Blühender Schwarzer SenfAllgemeines: Es gibt zwei verschiedene Senfarten: Schwarzen Senf (Brassica nigra) und Weißen Senf (Sinapis alba). Der Schwarze Senf stammt aus dem Mittelmeer, der Weiße Senf ist hier in Mitteleuropa heimisch. Bereits in der Bibel wird Senf mehrmals erwähnt, Griechen und Römer streuten den gemahlenen Senf über die Speisen. Die Römer verwendeten nach Plinius Senf in rund 40 verschiedenen Arzneien.

Als vermeintliches Aphrodisiakum war Senf Bestandteil von Liebestränken ("... es pringt aber auch die gir nach der unkewsch."). Auf einem Fest des Herzogs von Burgund im Jahr 1336 wurden 70 Gallonen Senf vertilgt. Engländer nutzen anstelle des "Senfs" (Senfmehl mit Essig und Gewürzen) mehr das Senfmehl, das frisch mit Wasser und ein wenig Essig angerührt sehr scharf ist. Der Senf entwickelt erst in Kontakt mit Wasser seine typische Schärfe, denn durch das Wasser wird das scharf schmeckende Senföl freigesetzt. Hitze stört diesen Prozess und der Senf schmeckt dann milde. Besonders erfindungsreich bei der Herstellung verschiedener Senfsorten sind die Franzosen. Sein Hauptverwendungsgebiet ist wie bei Jacobus Theodorus Tabernaemontanus: "... bey den feißten Würsten / bey feißtem Fleisch und Gebratens."


 

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