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Orange und Verwandte
Botanisch: Citrus sinensis (Rutaceae)
Allgemeines: Die Heimat der Orange (Citrus sinensis) liegt wahrscheinlich in Südchina oder in Vietnam. Die Araber brachten sie wahrscheinlich ins Mittelmeergebiet, wo es zuerst nur bittere und saure Arten gab. Erst zwischen 1300 und 1500 nach Christus gelangte die süße Orange nach Europa. Man unterscheidet verschiedene Formen von Orangen z.B. Nabel-, Kuba-, und Jaffa-Orangen.
Die Mandarine (Citrus reticulata) wurde erst um 1850 ins Mittelmeergebiet eingeführt. Die Clementine wird als Artbastard, der erst 1900 in Oran entdeckt wurde, der Mandarine zugeordnet.
Die Pomeranze (Citrus aurantium) ist bitter. Sie wird vornehmlich wegen ihrer stark duftenden Blüten gezogen, aus denen ein ätherisches Öl für die Parfümindustrie gewonnen wird. Die Bergamotteorange (Citrus sinensis var. bergamia) wird wegen ihrer Rinde angebaut. Aus ihr wird ein ätherisches Öl gewonnen.
Die Kumquat (Fortunella spec.) gelangte erst 1846 durch den englischen Botaniker R. Fortune nach Europa, obwohl sie in China schon früh genutzt wurde. Kumquats gelten heute als Delikatesse und werden in Marmelade und Likören verwendet.
Volksmedizin: Orangen und Mandarinen haben keine direkte Heilwirkung, sie enthalten aber Vitamin C.
Küche: Orangen finden in der Küche vielfältige Verwendung: zu Ente, Geflügel, Nachspeisen, Salaten, Backwaren, Marmeladen, Marzipan, Mixgetränken und Likören.