Botanisch: Satureja hortensis / montana (Lippenblütler)

Aus der Region des Schwarzen Meeres und dem östlichen Mittelmeer stammt das Sommerbohnenkraut, das Winterbohnenkraut aus dem Mittelmeerraum. Die Römer verwendeten das einjährige Sommerbohnenkraut (Satureja hortensis), auch kurz nur Bohnenkraut genannt, in ihrer Küche und verbreiteten es. Im 9. Jahrhundert gelangte durch Benediktinermönche das Winterbohnenkraut (Satureja montana) nach Mittel- und Nordeuropa.
Im Mittelalter wurde früher jedem Käufer von grünen Bohnen ungefragt Sommerbohnenkraut zusätzlich mitgegeben, daher stammt wohl der Name. Jacobus Theodurus Tabernaemontanus über das Bohnenkraut: "Es schreibet Tragus, daß die Satureyen gar nutzlich und wol von dem gemeinen Maß / zu und mit anderer Speiß gekochet werden / sonderlich bey jungem Fleisch und bei den Fischen / und bey der armen Leuth ... Gewürtz ... und reitzen zu ehelichen Werken." Auch Johannes Hartlieb sagt dem Bohnenkraut eine potenzsteigernde Wirkung nach: "... erwecket die unkewsch an dem menschen." Über die Verwendung in der Küche heißt es bei Jacobus Theodurus Tabernaemontanus: "Etliche Leut hacken sie unter die Wurst / [die dürre Saterey werden also anmuthiger und gesünder zu essen] man kocht sie auch mit Erbsen (Bonen / Linsen / ) welche nicht übel daran thun / dann sie nehmen die Blähung."
|
Bohnenkraut 1/4 |
Infos |
Kräuter |
Gewürze |
Rezepte |
Über wuerzkraut |
Impressum |
barrierefrei
