Botanisch: Angelica archangelica (Doldenblütler)

Seit dem 14. Jahrhundert ist die Engelwurz (angelus = lat. Engel, archangelus = lat. Erzengel) bei uns heimisch. Ursprünglich stammt sie aus den Laubholzgebieten der nördlichen Regionen Osteuropas. Sie wächst bevorzugt an den nährstoffreichen, zeitweise überschwemmten Ufern von Flüssen sowohl im Tiefland als auch im Mittel- und Hochgebirge, seltener auch als Zierpflanze im Garten. Der Engelwurz wurden geradezu überirdische (Name mit Engel und Erzengel) Kräfte nachgesagt, denn sie sollte die Pest und mancherlei Infektionskrankheiten heilen.
Die Wurzeln der Engelwurz werden bei Magenleiden angewendet, wirken schweißtreibend und entwässernd. Jedoch ist Vorsicht geboten, da sie bei einer Überdosierung giftig sind und Engelwurz dann die Nerven schädigt. Engelwurz soll auch einen Ekel gegenüber Alkohol verursachen.
Die jungen Blätter sind sehr aromatisch und können an Suppen oder Mischgemüse verwendet werden, eignen sich aber auch für Salate.
Engelwurz sollte im Herbst ausgesät werden, denn die Samen keimen nur unter Frosteinfluss und verlieren schnell an Keimfähigkeit. Da es sich um einen Lichtkeimer handelt, dürfen die Samen nicht mit Erde bedeckt werden. Der Boden sollte nährstoffreich und feucht sein und der Standort halbschattig.
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