Fenchel

Botanisch: Foeniculum vulgare (Doldenblütler)

FenchelpflanzeAllgemeines Bereits die Griechen gebrauchten den im Mittelmeergebiet heimischen Fenchel als Schlankheitsmittel, die Römer bei Augenleiden, Erkrankungen der Verdauungsorgane und Atemwegserkrankungen. Die Gladiatoren sollen Fenchel vor dem Kampf gegessen und sich nach dem Kampf mit ihm bekränzt haben.

Karl der Große ließ Fenchel in den Gärten seiner Pfalzen anbauen. Im Mittelalter galt Fenchel als Aphrodisiakum, im 11. Jahrhundert verbrauchten größere Haushalte bis zu 4 Kilogramm Fenchelsamen im Monat. Fenchel und Fisch gehören seit vielen Jahrhunderten unbedingt zusammen, sehr arme Leute aßen früher an Festtagen nur Fenchel, die Wohlhabenden dagegen Fisch und Fenchel. Jacobus Theodurus Tabernaemontanus über den Fenchel: "Es wissen die Köch und etliche sorgsame Hausmütter den Fenchel auf mancherley Weiß zu den Speisen zu bereiten. ... / zum Fleisch und Gebratens: ... . Die Köch wann sie Fische braten wollen / ... ." Fenchel ist inzwischen weltweit verbreitet, in Kalifornien ist er sogar ein „Unkraut“. Zum Kochen wird die forma "dulce" mit verdickten Stengelansätzen verwendet, der süße Samen besitzt. Die Früchte des wilden Fenchel (Varietät vulgare) sind bitter und werden für Tee verwendet. Der Gemüsefenchel hat stark verdickte Blattscheiden (forma azoricum).

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