Botanisch: Humulus lupulus (Maulbeergewächse)

Der Hopfen ist eine einheimische Kletterpflanze der Flusstäler in Mitteleuropa, aber auch der höheren Lagen im nördlichen Mittelmeergebiet. Bereits die Sumerer kannten Hopfen als Medizin, die Griechen verwendeten die jungen Sprosse als Gemüse, die Römer kultivierten den Hopfen als Medizin oder Gemüse. Seit 600 bis 800 nach Christus wird Hopfen zum Bierbrauen verwendet, erstmals urkundlich erwähnt in Bayern 736, wo ihn Kriegsgefangene Slawen einführten. Nach England gelangte der Hopfenanbau erst im 15./16. Jahrhundert. Bei Mönchen war Hopfen als Bierwürze sehr beliebt, da er die sexuelle Lust dämpft. Von den Klostern ausgehend verdrängte der Hopfen dann die anderen zum Bierwürzen verwendeten Kräuter wie z.B. den Gagelstrauch. Beim Bierbrauen werden nur die unbefruchteten Zapfen (Blütenstände) der weiblichen Pflanze gebraucht, wobei dem Bier neben dem Geschmack der Hopfenblüten auch ihre konservierenden Eigenschaften zugute kommen. Deutschland gilt als der größte Hopfenproduzent der Welt.
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