Botanisch: Anthriscus cerefolium (Doldenblütler)

Der Kerbel ist im Kaukasus, in Südrußland und im östlichen Mittelmeergebiet beheimatet. Möglicherweise kam er auch erst durch die Römer, die den Kerbel schätzten, ins Mittelmeergebiet. Von dort aus gelangte er im frühen Mittelalter nach Mitteleuropa, wo er stärker genutzt wurde als heute. Jacobus Theodorus Tabernaemontanus ist voll des Lobes: "Es hat das Körffelkraut nicht ohne Ursach seinen Platz in der Küchen bey uns bekommen / dann es bey den Gesunden und Krancken zu jederzeit ohne einige Schaden in den Speisen nützlich mag gebrauchet werden / ... . ... Körbelkraut in der Speiß oder sonst auf andere Manier gebrauchet / wie man immer will / ist dem Magen und Haubt gesund / von wegen seines lieblichen Geruchs und Geschmacks. ... / es reinigt das Geblüt / und machet lustig zu essen. Ist derowegen sonderlich gut in der Suppen und allen anderen Speisen gebrauchet."
In der Volksmedizin wird der Kerbel im Frühjahr eingesetzt, um den Körper zu entschlacken und den Stoffwechsel anzuregen. Durch seine anregende Wirkung auf die Verdauungsorgane und die Nieren wirkt er auch Blut reinigend. Wie alle Doldenblütler enthält die gesamte Pflanze viel ätherisches Öl, die Blätter enthalten zusätzlich Vitamin A und C sowie Magnesium und Eisen.
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