Botanisch: -

Fette mit vielen ungesättigten Fettsäuren sollten nicht hoch erhitzt werden, da sie mit dem Luftsauerstoff reagieren und die dabei entstehenden Verbindungen sogar schädlich sein können.
Hier einige fettige Ölsorten: Olivenöl, Haselnussöl, Walnussöl, Sesamöl, Kokosfett, Palmöl, Mohnöl, Erdnussöl, (Färber-) Distelöl, Mandelöl, Maiskeimöl, Weizenkeimöl, Traubenkernöl, Leinöl, Rapsöl, Sonnenblumenöl, Kürbiskernöl, Bucheckernöl, Jojobaöl und viele andere mehr. Diese Öle haben keinen gleich bleibenden Geschmack (sofern sie nicht raffiniert sind), sondern sind in ihrem Aroma wie Wein jahrgangs- und standortabhängig. Naturbelassene Öle sind raffinierten Ölen vorzuziehen. Sonnenblumen- oder Olivenöl sind relativ hoch erhitztbar, Distelöl dagegen nicht. Es ist daher nur für Salate geeignet. Durch ihren unterschiedlichen Anteil von einfach bis mehrfach ungesättigten Fettsäuren, die mit dem Luftsauerstoff reagieren können (ranzig werden), sind Öle auch unterschiedlich lange haltbar. Walnussöl wird relativ schnell ranzig, Sonnenblumenöl dagegen nicht so schnell. Leinöl wird, weil es mit dem Luftsauerstoff reagiert und verharzt (fest wird), als so genanntes Malmittel in der Öl(!)malerei eingesetzt. Die Farbpigmente wurden mit Leinöl angerieben und dann vermalt, wobei das verharzte Öl die Pigmente einschließt und das Gemälde so dauerhaft macht. Dieser "Trocknungs"prozeß kann Monate bis Jahre, je nach Dicke des Farbauftrages, dauern.
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Öl 2/4 |
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