Paprika

Botanisch: Capsicum annum (Nachtschattengewächse)

Getrocknete Paprika, gemahlener Edelsüßer und Rosenpaprika, PaprikasamenAllgemeines Die Heimat des Paprika ist Südamerika, wo die Indianer bereits lange Zeit vor der Entdeckung durch die Europäer Capsicum-Arten kultivierten. Bereits 2000 Jahre vor Christus wurde eine Capsicum-Art kultiviert: C. baccatum, der Peruanische Paprika. Aus dem Peruanischen Paprika wird die Tabasco-Soße hergestellt und mit ihm typische, sehr scharfe südamerikanische Speisen wie "Tamal", "Picadillo" und "Chili con carne" gewürzt.

Rund 700 Jahre vor Christus wurde der Paprika (C. annuum) wahrscheinlich in Kultur genommen. Die Ursprungsart des Paprikas ist heute nicht mehr festzustellen. Als Heimat wird jedoch Brasilien vermutet, weil dort viele wilde Capsicum-Arten vorkommen. Die Spanier brachten von ihren Südamerikafahrten einige Früchte mit nach Spanien und im 16. Jahrhundert hatten die Capsicum-Arten bereits den Balkan, Afrika und Indien erreicht. In Ungarn, Spanien und Nordamerika ist Paprikapulver heute weit verbreitet, besonders Ungarn wird mit Paprika verbunden. Die Verwendung des Paprikas als Pulver stammt wahrscheinlich von den Türken, es wird aus speziellen Paprikasorten gewonnen. Die Schärfe variiert je nach Sorte und hängt davon ab, ob die Kerne und das Innere entfernt wurden. Denn Kerne und Samen enthalten Capsaicin, welches die Schärfe ausmacht. Der Rosenpaprika erhält seine Schärfe dadurch, dass die ganze Paprikaschote samt Kernen gemahlen wird. Guter Paprika hat eine rote Farbe. Ist der Paprika braun, ist er meist alt und schmeckt schal. Intensives rot ganzer getrockneter Paprika ist allerdings manchmal auf Farbstoffe zurückzuführen.

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