Botanisch: Sanguisorba minor (Rosengewächse)


Die Pimpinelle ist eine einheimische Pflanze, die auf Magerrasen und Kalkrasen wächst. Manche Autoren geben allerdings Südeuropa als Herkunftsort an, wo sie häufiger wild vorkommt als in Mitteleuropa. Bereits im Mittelalter war die Pimpinelle, die auch Bibernelle genannt wird, in den Gärten weit verbreitet. Botanisch wird sie Kleiner Wiesenknopf genannt.
Jacobus Theodorus Tabernaemontanus über die Pimpinelle: "Es ist der kleine Welsch Pimpernell so gemein geworden / daß die Köch deren in Küchen nicht entbähren wollen / dann sie nicht allein täglich zu den Salten gebrauchet wird / sondern sie wird auch nützlich mit anderen Mutzkräutern zu den Gemüß und Suppen vermischet." Besonders im elisabethanischen England erfreute sich die Pimpinelle großer Bedeutung in der Küche. Heute gehört sie zu den vergessenen Kräutern.
Im Mittelalter galt die Pimpinelle als Heilmittel gegen die Pest, weshalb sie weit verbreitet war. Ferner wurde sie als Heilmittel bei Herzerkrankungen, Blasen- und Nierenbeschwerden eingesetzt. Die Pimpinelle ist vitaminhaltig und wirkt durch ihre adstringierenden Eigenschaften positiv bei Entzündungen der Haut, z.B. bei Sonnenbrand.
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