Botanisch: Salvia officinalis (Lippenblütler)

Auf trockenen und felsigen Hängen an den Nordküsten des Mittelmeeres wächst Salbei wild. Es gibt verschiedene Arten und Sorten, die nicht alle für die Küche geeignet sind, so der Hain-Salbei (Salvia nemorosa), der eine beliebte Zierpflanze darstellt. Den Griechen war der Salbei heilig und sie versuchten, mit ihm die Götter gnädig zu stimmen. Auch die Römer benutzten den Salbei, der Gattungsname Salvia leitet sich vom lateinischen salus, deutsch Wohlbefinden und Heil, ab. Auf ihn geht der deutsche Name zurück. Nach Jacobus Theodorus Tabernaemontanus war Salbei um 1600 nach Christus: "... jederman wol bekannt / ein gutes Küchenkraut." Mit Mönchen gelangte er über die Alpen nach Mitteleuropa. Salbei galt als Allheilmittel. Chinesen hielten den Salbei für lebensverlängernd und tauschten daher im 17. Jahrhundert für eine Kiste Salbei drei Kisten Tee ein. Es gibt viele Salbei-Varietäten, darunter solche mit weiß oder gelb panaschierten oder rötlichen Blättern, die als Gartenzierpflanzen beliebt sind.
Salbei enthält ätherisches Öl, ist keimhemmend (speziell bei Bakterien und Pilzen), weshalb er für schlecht heilende, entzündete Wunden und Erkrankungen im Mund- und Rachenraum verwendet wird. Er regt Leber und Galle an und wirkt bei Fieber schweißtreibend, sonst schweißhemmend. Salbei soll bei Verstopfung, Durchfall und chronischen Ermüdungserscheinungen helfen und ein Kreislauf anregendes Mittel sein.
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