Botanisch: Apium graveolens (Doldenblütler)

Der Sellerie ist eine einheimische Pflanze, die an salzigen Stellen der Küste wächst. Im Mittelmeerraum wächst er ebenfalls wild. Bereits Homer erwähnt den Sellerie in der Odyssee. Sieger wurden damit bekränzt, später sind Totenkränze daraus gebunden worden. Den wilden, bitteren Sellerie schätzten die Römer sehr. Sie verwendeten die Blätter mit Datteln und Pinienkernen in Spanferkel-Füllungen.
Die heutigen Sellerie-Sorten gehen auf Züchtungen der Italiener im 17. Jahrhundert zurück, die dem Sellerie die Bitterstoffe wegzüchteten. Bereits im 18. Jahrhundert war der Sellerie in Deutschland eine der beliebtesten Küchenpflanzen. Seine Beliebtheit ist möglicherweise auch auf die vermutete potenzsteigernde Wirkung zurückzuführen. Besonders im Mittelalter hing man(n) dieser These nach.
Es gibt viele verschiedene Sorten, aber generell drei Zucht- und Nutzungsformen: den Knollensellerie (var. rapaceum), den Blattsellerie und den Bleichsellerie (var. dulce), von dem die gebleichten Blattstiele verwendet werden.
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Sellerie 1/4 |
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