Thymian

Botanisch: Thymus vulgaris (Lippenblütler)

Thymian blühendAllgemeinesEs gibt verschiedene Thymianarten, die im Mittelmeerraum oder auch hier wachsen. Bei dem in der Küche verwendeten Thymian handelt es sich um eine Mittelmeerart (Thymus vulgaris). Einheimisch ist unter anderem der Quendel oder Arznei-Thymian (Thymus pulegioides), der auch in der Küche verwendet werden kann. Bei den Ägyptern und Griechen spielte der Thymian eine große Rolle. Die Ägypter nutzten ihn bei der Einbalsamierung ihrer Toten, Griechen und Römer verbrannten ihn als Weihrauch. Die Griechen rieben sich nach dem Bad mit Thymianöl ein, die römischen Soldaten nahmen Thymianbäder zur Stärkung, denn Thymian galt als Symbol der Kraft. Ferner besaß Thymian den Ruf eines Aphrodisiakums. Die Damen gaben den Kreuzrittern Tüchlein mit aufgestickten Thymianzweigen mit auf den Weg ins Heilige Land. Ein Suppenrezept aus dem 17. Jahrhundert gegen Schüchternheit nennt als Zutaten Bier und Thymian. Großer Beliebtheit erfreut sich auch der Zitronenthymian (Thymus citriodorus), der eine Kreuzung aus dem Echten und dem Arzneithymian darstellt. Er ist sowohl dekorativ als auch sehr aromatisch nach Zitrone und Thymian duftend.

HeilkundeThymian wirkt keimtötend, wird bei Lungenerkrankungen, wie Bronchitis, Asthma und Reizhusten angewendet und hat eine ausgleichende Wirkung auf die Verdauungsorgane. Thymian wirkt stimmungsaufhellend, stärkt die Nerven, behebt Ermüdungs- und Schwächezustände und stimuliert Psyche und Physis. Die Produktion weißer Blutkörperchen soll durch Thymian angeregt werden. Die Einnahme größerer Dosen sollten Herzkranke und Schwangere vermeiden.

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