Botanisch: Vanilla planifolia (Orchideengewächse)

Die unreifen und fermentierten Schoten einer kletternden Orchidee im tropischen Amerika liefern die Vanille. Die Vanilleschote und die Kakaobohne waren zuerst untrennbar miteinander verbunden, Vanille galt als geschmacksverbessernde Zutat zum Kakao. Erst fast 100 Jahre nach ihrer "Entdeckung" durch die Europäer fand man heraus, dass sie sich auch alleine als Würze zu Süßigkeiten eignet.
Das Aroma entsteht erst durch die Fermentation, meist durch abwechselndes Dämpfen und Trocknen oder durch die natürliche Reifung der Schoten. Die besten Vanilleschoten haben Vanillinkristalle auf der Oberfläche. Die Indianer nutzten die Vanille als Gewürz und Medizin. Die Azteken und Tolteken würzten die „Schokolade“, ein Getränk aus Kakao und anderen Zutaten, mit klein geschnittenen Vanilleschoten.
Die Bourbon-Vanille hat ihren Namen nach dem Bourbon-Verfahren der Fermentation mit Wasserdampf bzw. Heißwasser. Vanillezucker besteht aus Zucker, der mit Vanillestücken aromatisiert wurde. Vanillinzucker besteht aus Zucker mit Vanillin, dem Aromastoff der Vanilleschoten, welches seit 1874 aus verschiedenen Stoffen, unter anderem aus Teer, künstlich hergestellt werden kann. Vanillin stellt aber keine echte Alternative zur einer Vanilleschote dar, da der Geschmack des künstlichen Vanillin nicht den Umfang und die Fülle der echte Vanille aufweist.
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