Wacholder

Botanisch: Juniperus communis (Zypressengewächse)

Wacholderzweig mit reifen BeerenAllgemeinesWacholder ist eine einheimische Pflanze der lichten Nadelwälder, Heiden und Trockenrasenweiden. Den Germanen war der Wacholder heilig. Im Mittelalter wurde er bei religiösen Handlungen verbrannt. Die Wacholderbeeren galten als Schutz vor Hexen und Pest. Johannes Hartlieb beschreibt eindringlich die harntreibende Wirkung der Beeren: "wer dy pör isset, des morgens Im pösen lust, dem sind sy gut."

HeilkundeWacholder wurde bei Erkrankungen im Magen-, Darmbereich eingesetzt, fördert das Abhusten durch eine anregende Wirkung auf die Tätigkeit der Flimmerhärchen in der Lunge, wirkt auf die Nieren wassertreibend (Bestandteil von Tees bei Entzündungen der Harnwege), hilft bei Gicht und Wassersucht, gestörten Regelblutungen, regt die Magensaftproduktion an und ist schweißtreibend. Die Blätter sind giftig, Vorsicht ist auch bei der Verwendung der Beeren geboten: Bei Nierenerkrankungen und in der Schwangerschaft sollten keine Wacholderbeeren verwendet werden.

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