Botanisch: Allium cepa (Liliengewächse)

Die Zwiebel ist eine der ältesten Gewürzpflanzen. Die Stammart ist unbekannt, als Heimat gilt aber Zentralasien. Fast alle antiken Hochkulturen verwendeten die Zwiebel als Gewürz- und Heilpflanze. Bereits die Römer kannten mehrere Sorten. Die Schalotte (Allium ascalonium) kam aus dem Vorderen Orient mit den Kreuzzüglern nach Europa und die Winterzwiebel (Allium fistulosum) stammt aus Süd-Sibirien. Es gibt Arten, bei denen die Zwiebel"knollen" besonders gut entwickelt sind, bei anderen Arten sind es dagegen die Blätter. Die Zwiebel war nach Jacobus Theodorus Tabernaemontanus "... der Armen (zu Zeiten auch der Reichen) tägliche Kost / weil sie ihre Speisen darmit würtzen: ja auch rohe zum Brodt mit Saltz essen." Auch die negativen Wirkungen waren bekannt: "Galenus schreibt von den Zwiebeln / daß sie den Leib aufblähen / ... ."
Die Zwiebel ist reich an den Vitaminen C und B, Pantothensäure, Nicotinsäure, ferner an Carotin, Kalium, Calcium, Phosphor, Eisen, Fluor und Schwefel. Sie wird in der Naturheilkunde zur Förderung der Abgabe von Verdauungssekreten, zur Anregung der Nierentätigkeit (Wasser- und Stoffwechselproduktausscheidung, wie z.B. bei Wasser in den Beinen) eingesetzt.
Sie wirkt blutdrucksenkend und in der Lunge krampf- und schleimlösend. Bei empfindlichen Menschen können Zwiebeln Blähungen verursachen.
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