Kräuter

Unter dem Begriff "Kräuter" sind all die Pflanzen zusammengefaßt, die bei uns wachsen und überwintern können und in der Küche im allgemeinen als würzende Zutat verwendet werden. Die meisten Kräuter stammen aus dem Mittelmeerraum beziehungsweise aus dem mediterranen Klimabereich.
 

Neben diesen Kräutern gibt es die Wildkräuter, die ebenfalls bei uns wachsen. Von unseren Vorfahren vielfach genutzt können sie zum Teil gleichfalls in der Küche eingesetzt werden, sind aber heute in Vergessenheit geraten. Zu den Wildkräutern zählen Brennessel (Urtica dioica), Gänseblümchen (Bellis perennis), Löwenzahn (Taraxacum officinale), Beinwell (Symphytum officinale), Nelkenwurz (Geum urbanum) und viele andere. Einige von ihnen gelangen heute im Kochtopf oder der Salatschüssel wieder zu neuen Ehren wie der Bärlauch (Allium ursinum).
 

Wie die echten Kräuter sind viele dieser Wildkräuter auch Heilkräuter. Das Essen hatte damals nicht nur eine schmackhafte sondern auch eine heilende bzw. vorbeugende Wirkung. Viele dieser Kenntnisse um Heilwirkungen gingen im Laufe der Zeit verloren. Viel Wissen war in Besitz der heilkundigen Frauen, die auf Grund ihres Wissens als Hexen diffamiert und verbrannt wurden. Sie setzten sich der Gefahr der Verbrennung aus, wenn sie ihr Wissen anwandten oder weitergaben. In der modernen Pharmazie findet langsam wieder eine Rückbesinnung statt, von den isolierten Einzelstoffen von heilenden Pflanzen wieder hin zu den ganzen Pflanzen als Medizin.

Streng genommen bezeichnet der Begriff Kraut nur eine Pflanze, die nicht verholzt. Danach sind Thymian oder der Rosmarin keine Kräuter, sondern Zwergsträucher, denn sie verholzen, das heißt, ihre Triebe lagern Lignin ein, wie die Buche oder die Fichte in ihrem Stamm oder den Ästen.

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